Dokumente aus alten Zeiten

Unter Linoleumböden, hinter Holzverkleidungen, auf dem Dachboden… Überall haben wir Fotos, Zeitungsblätter und Dokumente der ehemaligen Apotheke gefunden, wobei die Zeitungen als Dämmung Verwendung fanden. In unserem eigenen Haus, das ebenfalls ein wenn auch nicht ganz so altes Fachwerkhaus ist, haben wir unendlich viele zerknüllte Zeitungen unter den Treppenstufen gefunden.

Einige Stücke hängen nun gerahmt und hinter Glas in verschiedenen Räumen, bei anderen überlege ich noch, wie ich sie ausstellen kann, ohne sie zu beschädigen.

Da sind zum Beispiel die alten Journale vom Beginn des 20. Jahrhunderts, in denen für jeden Tag die Umsätze eingetragen wurden, sorgfältig gebunden in schwarzem Kartonpapier.

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Zum Auseinandernehmen zu schade, zum Wegstellen natürlich sowieso, also muss womöglich eine Vitrine her.

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Das älteste Schreiben, das uns vorliegt, ist die Genehmigung zur Fortführung als Apotheke von 1895. Alle bisher genannten warten noch auf eine sinnvolle Art der Präsentation. Bereits hinter Glas verarztet ist ein halbwegs gut erhaltenes Stück Tapete vom Ende des 19. Jahrhunderts, ein Zeitungsausschnitt aus der Frankfurter Zeitung vom 31. Dezember 1904 mit einem Punschrezept für Silvester sowie zahlreiche Telefonabschnitte aus den 1940er Jahren, wo jeder Anruf mit einem handgeschriebenen Beleg dokumentiert ist; das Ganze wurde zum Monatsende in einen kleinen Umschlag gesteckt und dem Telefonabonnenten zugestellt. Wer diese Kostbarkeiten sehen will, muss zu uns kommen. Es ist nicht mehr lange hin bis zur Eröffnung. Und bis dahin ist mir vielleicht auch eingefallen, wie ich die Journale ausstellen werde.