Tag 62

Soeben kommen wir aus Steinau zurück, wo wir die letzten Vorbereitungen getroffen und auch mal  ins Kühlhaus gelugt haben, was die Backfee Schönes gefertigt hat. Es steht ein umfangreiches Angebot bereit, für jeden wird etwas dabeisein. Ich habe mich dann noch der Chefinnen-Aufgabe gewidmet und Madeleines gebacken, nach meinem geänderten Rezept, was sehr gut funktioniert hat, und einen Gemüsekuchen, damit auch die Liebhaber von Herzhaftem zu ihrem Recht kommen.

Mit dem geänderten Mischungsverhältnis von Mehl und Zucker werden die Küchlein schöner, gleichmäßiger, gehen besser auf und kleben nicht an der Form, sie hüpfen quasi von selbst heraus und nichts bleibt zurück. Und geschmacklich ein Gedicht.

Der Kontrolleur der Feuerlöscher hatte sich für heute angesagt und lobte meine Backerei, als er den Feuerlöscher aus der Küche holte. Nun sind wir auch hier wieder auf dem neuesten Stand.

Vor dem Besuch in Steinau noch meine Akupunktur-Sitzung absolviert; der Doktor schickt mich nun auch noch zum MRT, um nicht nur die Knochenstruktur abzuklären, die nach der Röntgenaufnahme durch den Orthopäden keine Auffälligkeiten zeigte, sondern auch die Sehnen- und Muskelbeschaffenheit. So ganz allein auf die Akupunktur will er sich nun wohl doch nicht verlassen. Ich auch nicht, übrigens.

Gestern spät am Abend ein sehr langes Telefonat mit meiner liebsten Ex-Kollegin aus der Schweiz, die auch nicht mehr bei der Bank ist und mal hören wollte, wie es uns so geht. Jetzt will sie uns vielleicht noch im Juni besuchen, bei einer großen Rundreise durch Süddeutschland. Wäre so schön, wenn das klappt. Viele haben ja gesagt, sie kommen, aber da braucht es halt besondere Umstände, und solange die Grenzen zu sind, kann man mit all der freien Zeit nichts anfangen.

Jetzt bleibt uns nichts weiter mehr zu tun als noch eine Nacht zu schlafen und morgen die Tür aufzuschließen. Ich bin gespannt, was passiert.

„The gypsy swore our future was right“ – Bruce Springsteen, „Brilliant Disguise“