van Gogh in Häppchen – der Abend

Spät kamen sie, aber sie kamen. Kurz vor 17.00h rollte ein Wagen mit Wuppertaler Kennzeichen am Café vorbei, hurra, der van Gogh-Abend konnte beginnen.

PräsentationEs war ein Fest. Bettina die Kunsthistorikerin und Peter der Weinkenner spielten sich die Bälle zu, das Publikum machte mit und stellte Fragen, löcherte die beiden geradezu mit privaten wie auch beruflichen Details, und das Team vom Literaturcafé (sprich Hans und ich) sorgten für den reibungslosen Ablauf, was die Versorgung der Gäste mit den berühmten Häppchen betraf.

in der KücheDie beiden Hobby-Gastronomen konnten wir dabei immer wieder mit unserer professionellen Küchenausstattung überraschen. Kleine Hindernisse wurden mühelos überwunden, man konnte fast meinen, das Quartett aus den beiden Besuchern und den beiden Hausherren sei ein eingespieltes Team. Und mit etwas Glück wird das in einigen Jahren sogar so sein, denn die Wuppertaler wollen wiederkommen: das nächste Mal mit ihrem neuen Thema im Gepäck, Andy Warhol in Häppchen. Wenn ich das am Sonntag richtig verstanden habe, wird diese Veranstaltung allerdings bereits mit den anwesenden Gästen ausgebucht sein, denn sie wollen ebenfalls alle wiederkommen. Jedenfalls zu Warhol, bei Beuys hingegen, der für das Jahr 2021, zu seinem hundertsten Geburtstag, geplant ist, zierte man sich noch ein wenig. Aber Peter und Bettina sind zuversichtlich, dass auch hier ein Publikum zu gewinnen sein wird.

Sonnenblumen

Tischdekoration

Was uns ganz besonders gefreut hat: wir feierten alle gemeinsam eine Weltpremiere am Abend des 6. Oktober, denn das Programm „Kunst in Häppchen“ ging erstmals außerhalb vom BODA Weinhaus an den Start, obwohl reichlich Anfragen von überall in Deutschland und andernorts eingegangen waren. Das Literaturcafé in Steinau sollte es sein. Wir fühlen die Ehre und werden ein bisschen rot vor Freude.

MenükarteDie Menükärtchen, die Bettina mitgebracht hatte, zeigen den Ablauf in chronologischer Folge von van Goghs Leben: von den Niederlanden (in Form von Gouda-Variationen) ging es direkt zu van Goghs erstem Gemälde, das Berühmtheit erlangte: die „Kartoffelesser“, die natürlich von einer köstlichen Kartoffelsuppe begleitet wurden. Die Station in Paris wurde symbolisiert durch einen Salade Nicoise, was Bettina ausführlich und überzeugend begründete; dann ging es in den Süden mit einer Ratatouille-Tartelette und gerösteten Auberginen. Den sechsten und letzten Gang, das große Finale, bildete eine Tarte Tatin mit Calvados-Sahne: die Zeit in Auvers-sur-Oise, wo van Goghs Leben mit einem Paukenschlag sein Ende fand. Peters Weinauswahl harmonierte perfekt mit Speisen und Gemälden, und die Gäste gingen voller Begeisterung mit auf die Reise.

Ein echtes Highlight im Literaturcafé, eine Sternstunde in jeder Beziehung. Danke euch beiden, für die Bereitschaft, die weite Reise auf euch zu nehmen, euch auf unser kleines Dörfchen einzulassen und dem Literaturcafé einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, auch in Form einer anderen Premiere: einem zweiseitigen Eintrag im Gästebuch. Bis bald, au revoir und auf Wiedersehen!

Peter und Bettina

Obligatorischer Eintrag ins Gästebuch.