Lüneburger Buchweizentorte

… mit Preiselbeersahne. Ich habe in irgendeinem Buch diesen Namen gelesen und sofort nach einem Rezept gesucht, weil mich die Zusammenstellung so fasziniert hat. Buchweizenmehl! Preiselbeersahne! Wie lecker muss das denn sein, bitte?

Extrem lecker. Der Biskuitteig mit Buchweizenmehl, nussig und herzhaft, dazu die säuerlich-frischen Preiselbeeren in angedicktem Saft, mit Schlagsahne verfeinert – ein Gedicht. Ganz was Leichtes für lange Herbstnachmittage. Ein Kännchen Darjeeling-Tee dazu, oder starker Kaffee, am besten die Steinauer Apothekenmischung.

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Und dazu ein Blick ins Fotoalbum, aus dem Jahr 1993, eine Woche Lüneburger Heide im Spätsommer. Einen riesigen Steinpilz haben wir gefunden, Schnuckenblut in der örtlichen Bar getrunken, am Steinhuder Meer im Wind gefroren und dicke Sweatshirts gekauft, in die man sich herrlich einkuscheln konnte. Am Grabmal von Löns dem Heidedichter waren wir (ich lasse ja nur ungern Autorengedenkstätten aus, wenn ich mal die Gelegenheit bekomme, obwohl ich zu Löns nun mal grad gar keine Beziehung habe, das Grabmal stand da halt so am Wegesrand) und lagen auch einfach mal faul in der Heide herum.

Dass das nun fünfundzwanzig Jahre zurückliegen soll, erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich. Ach ja, und Verwandtschaft haben wir auch noch besucht. Es war eben auch mal wieder ein Stück Heimkommen dabei.