Noch eine Begegnung

Anfang Juni machten wir einen kleinen Gang durch Bad Orb, ganz profaner Natur, Bargeld war alle. Also ein Spaziergang zur Bank. Neben allen möglichen Bekannten, die wir lange nicht gesehen hatten, weil wir einfach zu oft in Steinau am Werk waren in letzter Zeit, trafen wir unvermutet auf Anja Hopf-Gress, eine Künstlerin aus Bad Orb, mit der uns eine lange Tradition verbindet.

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Anja macht, da sind Hans und ich uns einig, ganz besondere Kunst, die uns ausnahmsweise beide gleichermaßen anspricht. Kennengelernt haben wir sie 2009 anlässlich der Ausstellung „Dialog der Elemente“, die unregelmäßig, immer um die Osterzeit herum, im Kurhaus Bad Orb stattfindet. Die Künstler organisieren sich untereinander, um alles zu planen und vorzubereiten, und das klappt nun mal nicht jedes Jahr.

2A510364-2131-4DD0-854F-04F06886ED84Früher war auch der überregional bekannte Maler großflächiger Bilder Helmut Jahn dort vertreten, bis er vor einigen Jahren unvermutet starb. Er hatte sein Atelier im Kleinsten Fachwerkhaus von Hessen, das tatsächlich nicht das kleinste ist sondern das mit der schmalsten Fassade. Hübsch ist es trotzdem und ein beliebtes Motiv für Erinnerungsfotos. Wenn ich mich sehr weit aus einem unserer Fenster lehne, kann ich es sehen. (Wir wohnen sehr idyllisch in Bad Orb, mitten in der Altstadt.)

Den ersten Ausstellungsbesuch verdanken wir seiner persönlichen Einladung. Damals waren wir gerade mit der Renovierung des Treppenhauses beschäftigt, er kam vorbei und drückte uns den Prospekt in die Hand. Verschwitzt und baugeschädigt, wie wir waren, fanden wir, das sei ein guter Anlass, mal rauszukommen und ein bisschen in Kultur zu machen.

DA9CAD5B-754F-44EF-935F-1EE5CC64F4A0Und da sahen wir zum ersten Mal die Bilder und Skulpturen von Frau Hopf-Gress. Wir waren beide fasziniert von einem schönen Stück aus Wurzelholz und haben es uns direkt zum Kauf nach Ausstellungsende reserviert.

In den folgenden Jahren kamen drei weitere Objekte hinzu, und möglicherweise können wir uns nun damit rühmen, die größte Hopf-Gress-Sammlung überhaupt zu besitzen. Aber das muss ich mir in einem persönlichen Gespräch noch einmal bestätigen lassen.

Wie dem auch sei, an diesem Abend Anfang Juni trafen wir sie wieder, sie erkundigte sich nach unserem Projekt, und nun arbeiten wir darauf hin, mit ihr zusammen eine Ausstellung in unserem Veranstaltungsraum zu organisieren. Ich freue mich jetzt schon darauf, denn ihre Werke sind wirklich außergewöhnlich.

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