Der Katthulthof

Weil es in unserer Bibliothek auch eine Kinderbuchabteilung gibt, will ich heute von Småland erzählen.

2011 waren wir in Schweden, zwei Jahre bevor unser Abenteuer begann und wir noch keine Ahnung davon hatten, was die Zukunft bringen würde. Wir hatten ein Ferienhäuschen in Småland gemietet, der Gegend, in der auch Astrid Lindgren zuhause war und ihre unvergesslichen Figuren geschaffen hat: Pippi und Michel, Ronja und Karlsson, die Kinder aus der Krachmacherstraße und aus Bullerbü – den ganzen Kosmos von Kindern, die bei aller Härte des Lebens soviel Geborgenheit erlebt haben.

Den Katthulthof aus „Michel von Lönneberga“ kann man bis heute in seinem Originalzustand aus der Zeit der Dreharbeiten besichtigen. Astrid Lindgren war damals selbst über Land gefahren, um den idealen Hof für die Verfilmung ihrer Bücher zu finden, und wie gut eignete sich dieser Hof dafür!

 

 

Man kann dort alles sehen: den Fahnenmast, an dem Michel die kleine Ida hochgezogen hat, Alfreds Häuschen, den Schuppen, in dem sein Vater ihn eingesperrt hat, wenn er mal wieder einen seiner Streiche ausgeheckt hatte – auf den Fensterbänken und Regalen stehen bis heute die Figürchen, die Michel dann in seinen Strafstunden geschnitzt hat. Das Klohäuschen ist da, in das Michel mal aus Versehen seinen Vater eingesperrt hat, sogar die Wolfsfalle, in die die böse Aufseherin aus dem Armenhaus gestürzt ist.

Gar nicht weit von dem Hof ist es nach Bullerbü, das eigentlich Sevedstorp heißt, ein Dreihäuserdorf, in dem Astrid Lindgrens Vater aufwuchs. Auch hier fanden die Dreharbeiten zu den Filmen direkt am Ort statt. Neulich stand der Mittelhof zum Verkauf, also der Hof, den die Erzählerin Lisa aus den Büchern mit ihren Brüdern Lasse und Bosse bewohnt hat, und ich wüsste zu gern, was daraus geworden ist.

Bullerbü

„Für Inga ist dies Ei
anstelle von Haferbrei“

„Dies Ei ist für Inga-Anna
anstelle einer Bratpfanna“

(Mehr von uns Kinder aus Bullerbü, „Ostern in Bullerbü“)