Gedanken zum Jahreswechsel

„Aus der Ferne diesen Wunsch:

Glückliche Sterne und guten Punsch!“

Das schreibt Theodor Fontane, den ich nicht nur für den Stechlin sehr schätze sondern auch für seine Weigerung, einen Adelstitel in Betracht zu ziehen mit der Begründung: „Stellen Sie sich doch mal vor, dann steht in der Zeitung: ‚Heute erscheint der neue Roman von von Fontane‘!“ In der Tat sehr albern.

Außerdem fällt mir dazu das Punschrezept aus der Zeitung vom 31. Dezember 1904 ein, die wir unter dem PVC-Boden in unserem Saal entdeckt haben (über dessen Renovierung demnächst ein Beitrag erscheint):

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Alles passt also mal wieder zusammen, und deshalb will ich mir zum Jahreswechsel auch gar nicht soviele Gedanken machen wie der Titel suggeriert, im Gegenteil, am besten lassen wir weiterhin alles so auf uns zukommen, wie wir es in den vergangenen fünf Jahren gemacht haben. Natürlich wird dieses nächste Jahr noch aufregender als das zu Ende gehende, immerhin wollen wir unser Herzensstück nun endlich eröffnen. Wer weiß, mit welchen Erinnerungen ich nächstes Silvester hier meine Gedanken zum Jahreswechsel bestücken werde?

Also halte ich mich an die glücklichen Sterne von Fontane und werde um Mitternacht mein Punschglas heben, um auf das große Abenteuer anzustoßen. Auf das alte und auf das neue gleichermaßen.

Havanna

Havanna, Silvester 2012. Der Tag, der alles veränderte.