Erste Schritte

Nachtspeicher3Eine der ersten Maßnahmen beim Beginn der Renovierung war die Entsorgung der Nachtspeicheröfen. Dafür hatten wir im Internet eine sympathische kleine Truppe aus Leipzig gefunden, die mit viel Geduld die alten Geräte abgebaut, teilweise auseinandergenommen und bis zu drei Etagen die engen Treppen heruntergeschleppt und abtransportiert haben.

Unvergesslich bleibt mir dabei, wie dem Chef der Truppe das kleine Schild neben dem Eingang auffiel: „Alte Apotheke, 1680“. Er überlegte kurz, wandte sich zu mir und stellte fest: „Da ist das Haus ja jetzt 333 Jahre alt!“

Bis zu diesem Moment war mir das tatsächlich noch nicht aufgefallen.

Nachtspeicher4Dieses Monster hier stand im Dachgeschoss, immerhin zwei Treppen hoch; die kleine Stiege ins Dach allein stellte eine gewaltige Herausforderung dar. Deshalb wurde das Gerät auch komplett in seine Einzelteile samt Schamottsteinen zerlegt.Mit Sicherheit nicht gesundheitsfördernd, stammten die Öfen doch wenigstens aus den 1960er Jahren.

Neben den Nachtspeicheröfen wurde Brennholz zum Heizen eines alten Kachelofens verwendet, der leider durch Überheizen zersprungen und nicht mehr herzurichten war, außerdem war erst kurz vorher eine Ölheizung angeschlossen worden, obwohl ein Gasanschluss bis ins Haus verlegt war. Wir hatten also jede Menge alter Heizanlagen umweltgerecht zu entsorgen, bevor wir im Frühjahr 2014 endlich die Gasleitungen verlegen konnten, was in unseren Augen noch immer die wirtschaftlichste Form des Heizens für dieses Gebäude ist.

Kaum waren die Öfen weg, kroch Hans durch alle Dächer, um die Verkabelung der Geräte zu entfernen. Das einzige erhaltene Foto von dieser abenteuerlichen Aktion ist etwas unscharf und zeigt lange nicht den kompletten Kabelsalat.

Nachtspeicher Kabel